Aktion „Brieffreundschaft“: Ausweitung auf weitere Städte und Gemeinden im Landkreis Vechta / Besonderes Angebot zu Weihnachten 

Der rote Briefkasten zur Aktion „Brieffreundschaft“ wurde im August 2020 auf dem Europaplatz in der Vechtaer Innenstadt aufgestellt. Nun soll er auch die umliegenden Städte und Gemeinden erobern. Foto: Malteser / Wengert
Der rote Briefkasten zur Aktion „Brieffreundschaft“ wurde im August 2020 auf dem Europaplatz in der Vechtaer Innenstadt aufgestellt. Nun soll er auch die umliegenden Städte und Gemeinden erobern. Foto: Malteser / Wengert

Landkreis Vechta. Der Malteser Hilfsdienst und die „Partnerschaft für Demokratie Vechta“ ziehen zum Jahresende eine erste Bilanz zum roten Briefkasten der Aktion „Brieffreundschaft“: Dieser war im August 2020 auf dem Europaplatz in Vechta aufgestellt worden, mit dem Ziel, Menschen zusammen zu bringen und all jenen eine Freude zu machen, die während der Corona-Krise wenig soziale Kontakte haben. „Insgesamt haben uns bis jetzt viele interessante Briefe erreicht, unter anderem sogar aus Brandenburg“, erzählt Antonia Wengert, Referentin und Leiterin des Malteser Integrationsdienstes. „Die Briefe enthielten ganz unterschiedliche Inhalte: von Grußkarten und Postkarten aus früheren Urlauben über selbst verfasste Texte und aufmunternde Zitate bis hin zu Bildern von Kindern.“ Unter den Einsendungen seien auch einige unkonventionelle Texte zum Nachdenken gewesen, wie „Hilft Schäfchen zählen wirklich beim Einschlafen?“, „Sollten wir ausgetretene Pfade benutzen, wenn wir etwas Neues erschaffen möchten?“ oder „Gibt es die innere Uhr wirklich?“ „Viele haben ihre Adresse hinterlassen, sodass wir eine Brieffreundschaft vermitteln konnten“, sagt Wengert. Die Briefe ohne Absender habe man an betreute Wohngruppen weitergeleitet.  
Für die Weihnachtszeit wird es im Rahmen der Aktion ein besonderes Angebot geben: In Zusammenarbeit mit der Partnerschaft für Demokratie wurden Weihnachtskarten vorgedruckt, die ab Anfang Dezember im Foyer des Rathauses der Stadt Vechta ausgelegt werden. Diese Karten können mit einem Weihnachtsgruß für andere beschriftet und in den roten Briefkasten geworfen werden. Um die Verteilung der Karten kümmert sich der Integrationsdienst der Malteser. 
Nach dem erfolgreichen Start der Aktion „Brieffreundschaft“ in Vechta soll sie jetzt auf weitere Städte und Gemeinden im Landkreis ausgeweitet werden. Wengert: „Wir möchten auch die Angehörigen der über 80-Jährigen dazu ermuntern, unser Projekt vorzustellen und zum Mitmachen einzuladen. In dieser ohnehin schwierigen Zeit von Covid-19, und vor allem in der Zeit um Weihnachten herum, ist es für diese Menschen besonders wertvoll, neue Kontakte zu knüpfen. Denn aus Beziehungen zu anderen kann man häufig neue Kraft und Energie schöpfen.“ Das Schreiben von Briefen sei darüber hinaus ein Medium, mit dem sich gerade ältere Generationen identifizieren können. „Grundsätzlich freuen wir uns aber natürlich über jede Einsendung, egal aus welcher Altersklasse“, meint die 30-Jährige. 

All diejenigen aus den umliegenden Orten, die keine Möglichkeit haben, den Briefkasten zu nutzen, sind herzlich eingeladen, ihre Briefe direkt an die Dienststelle der Malteser in Vechta zu senden: Malteser Hilfsdienst e.V., z.H. Antonia Wengert, Lattweg 2-4, 49377 Vechta. 

Die Malteser freuen sich außerdem über ehrenamtliche Unterstützung der Aktion „Brieffreundschaft“, zum Beispiel bei der Briefkastenentleerung, dem Lesen der Briefe, dem „Matching“ (bzw. dem „Zusammenbringen“) oder bei der Herstellung und Pflege der Kontakte zu den Seniorenwohnheimen, zu denen die Briefe ohne Absender weitergeleitet werden. Interessenten werden gebeten, sich bei Antonia Wengert unter Tel. 04441 / 9250 153 oder per E-Mail (antonia.wengert@malteser.org) zu melden.